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Im späten 18. Jahrhundert entwickelten zwei Instrumentenbauer etwa gleichzeitig und unabhängig voneinander Klarinetteninstrumente in Basslage.
1772 baute Gilles Lot in Paris eine Klarinette mit mehreren Klappen und mehr als drei Oktaven Tonumfang, die er „basse-tube“ nannte.
In der Werkstätte von Heinrich Grenser in Dresden entstand 1793 eine Bassklarinette („Klarinettenbass“) mit 9 Klappen und einem Tonumfang bis zum notierten B (der klingende tiefste Ton war demnach entweder As1 oder As). Dieses Instrument sowie eine zweite Bassklarinette von 1795, beide in B-Stimmung, sind heute noch erhalten. Sie wurden wie die Basschalumeaux in Fagottform gebaut. Das Rohr ist, ähnlich wie beim Flügel des Fagotts, sehr dick, dadurch konnten die Tonlöcher schräg in die Wandung gebohrt und für die Finger erreichbar gemacht werden.
Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden in vielen Werkstätten unterschiedliche Modelle mit klingenden Namen: 1807 baute Dumas in Paris eine Bassklarinette, die er als „basse guerrière“ bezeichnete. Sie war, dem Namen nach zu schließen, für die Militärmusik gedacht. Dieses Modell wurde später von Louis Auguste Buffet verbessert. 1812 folgte die sogenannte „basse-orgue“ von Francois Sautermeister in Lyon; 1828 die Bassklarinette von G. Streitwolf in Göttingen; 1838 das „Glicibarifono“ von C. Catterini in Padua bzw. P. Maino in Mailand.
Als Wegbereiter für die heutige gerade Bauweise gilt Adolphe Sax (1814–1894), der in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bassklarinette mit 22 Klappen und völlig geradem Rohr entwickelte. Er versah das Instrument mit einem Reflektor, der die Schwingungen des zum Boden gerichteten Schallstücks in den Raum leiten sollte.
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