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Schon sehr früh existierten parallel zu Dulzian die Bezeichnungen Fagott (fagot), Kortholt und Basson.
Der französische Begriff fagot hieß soviel wie „Bündel, Reisigbündel“, er benannte im frühen 16. Jahrhundert in Italien erstmals ein Musikinstrument. Die Bezeichnung Kortholt („Kurzholz“) erhielt das Instrument, weil es durch die U-Form stark verkürzt wurde. Der französische Begriff basson bedeutete ursprünglich ganz allgemein „Bass“.
Dulziane wurden in mehreren Stimmungen gebaut. Praetorius führt im 2. Band seines „Syntagma musicum“ (1620) insgesamt 8 Stimmungen an.
Eine Sonderstellung unter den Dulzianen nimmt von Anfang an das Choristfagott ein, das erstmals 1592 in Zacconis „Prattica di musica“ erwähnt wird. Es war ca. einen Meter hoch, hatte 8 Grifflöcher und 2 Klappen. Sein Tonumfang reichte von C bis g1 (die Töne ab c aufwärts wurden durch Überblasen erzeugt). Der Schallbecher war oft mit einem perforierten Deckel versehen, was dem Instrument die Klangwirkung einer gedackten Orgelpfeife verlieh.
Seinen Namen hatte das Choristfagott möglicherweise aufgrund der Tatsache erhalten, dass es die Bassstimme des Chores verstärkte. Es spielte eine tragende Rolle in der sakralen Musik des 17. Jahrhunderts und in Folge auch in der Oper und in der konzertanten Musik, wo es sich zunehmend von seiner Rolle des Bassverstärkers befreite und im Consort zusammen mit anderen Dulzianen, in kleinen Ensembles und sogar solistisch (z.B. in Selma y Salaverdes Canzoni, fantasie et correnti, 1638) hervortat. Im Orchester kam das Instrument wahrscheinlich erstmals 1668 in Antonio Cestis Oper „Il pomo d’oro“ zum Einsatz.
Im 17. Jahrhundert wurden an die Spieltechnik der Streichinstrumente bereits hohe Anforderungen gestellt, die diese auch erfüllen konnten. An die Blasinstrumente wurden nun auch höhere Ansprüche gestellt, vor allem was den Tonumfang und die Klangqualität betraf. Die geänderten Anforderungen führten dazu, dass der Pommer mit seinem unflexiblen Ton und geringen Tonumfang langsam ausstarb, während der Dulzian über die besten Voraussetzungen zur Weiterentwicklung verfügte.
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